Beitrag #2: Die ersten Wochen in Nes Ammim

Ihr Lieben!

es ist nicht zu leugnen, dass ich mir ziemlich viel Zeit gelassen habe, mich zu melden. Allerdings waren die letzten Wochen nicht nur total spannend und neu für mich, sondern auch schon ziemlich arbeitsintensiv. Jetzt werde ich allerdings gleich ein paar Blogbeiträge  auf einmal schreiben, alle thematisch sortiert, damit ihr euch nicht durch einen halben Roman quälen müsst.  Darum hier nur eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen.

Wir fangen an…ganz am Anfang: Am Flughafen Ben-Guiron.

An dem ich  ziemlich froh war, trotz Verspätungen mit der richtigen Maschine angekommen zu sein. Die oft beschworenen Grenzkontrollen waren für mich viel weniger problematisch als befürchtet. Ich musste nur meine Bestätigung eines Freiwilligendienstes vorzeigen und bekam wenige Minuten später ein Visum bis Ende Februar. Das muss zwar verlängert werden, aber darum kümmert sich Nes Ammim. Andere Volontäre hatten da eindeutig mehr Schwierigkeiten, allerdings auch nur weil die Bürokratie irgendwelche Dokumente verschlampt hatte. Auch die oft beschworene Dauerpräsenz von Waffenträgern in der Öffentlichkeit, insbesonders am Flughafen hatte ich erwartet. Allerdings habe ich auf dem ganzen Flughafengelände keine einzige Waffe gesehen. Also aufatmen, liebe Großeltern!

Mit dem Zug in Naharia angekommen, wurde ich direkt am Bahnhof abgeholt und in einen tagelangen Einführungsablauf eingeschleust. Denn auch wenn die meisten meiner Mitfreiwilligen schon seit einem Monat in Nes Ammim waren, beginnt Anfang September das Studienprogramm offiziell von neu, und so war ich genau rechtzeitig gekommen um die einführenden Rundgänge durch unsere Nachbarstädte/Kibbuzzim mitzuerleben. dazu später mehr.

Gleichzeitig begann man mich, noch vorsichtig, in die Arbeit in Nes Ammim einzuführen. Dafür habe ich erst mal in fast jeder Arbeitsbranche mindestens einmal arbeiten müssen, wurde aber ziemlich schnell in der Küche dauerhaft eingesetzt, da dort akuter Personalmangel herrscht. Relativ häufig arbeite ich auch im Dishwash,das bedeutet den Abwasch des Hotels, der Küche und der Volontäre einmal durch die monströse Spülmaschine zu jagen, abzutrocknen und, nach Milch und Fleisch getrennt, einzusortieren. Manchmal bin ich auch im Housekeeping, also ich spiele Zimmermädchen und falte Wäsche. Aber zu meiner Arbeit werde ich auch demnächst einen eigenen Blogbeitrag schreiben. Jetzt, wo ich doch mal frei habe. Denn im Moment neigt sich zwar die Sommersaison des Hotels ihrem Ende zu, dafür folgen aber die High Holidays, einige wichtige Feiertage im Judentum, an denen das Hotel stets voll besetzt ist.

 

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Das 9-Doors, die Baracke, in der ich mein Zimmer habe. Die Tür wird auf dem Bild von Blättern verdeckt

Wenn ich allerdings frei habe, kann ich die Zeit auch vielseitig nutzen. Auch wenn ich ohne Führerschein keins der Nes Ammim eigenen Autos ausleihen darf, findet sich stets irgendein anderer Volontär, der auch zum Strand oder in eine nahegeliegende Stadt fahren möchte. Fahrradfahren stet mir auch frei, das lohnt sich allerdings höchstens bis zum nächsten Supermarkt, dem Faisal. Und auch das ist bei der Hitze ziemlich anstrengend. Natürlich lohnt es sich auch, in Nes Ammim zu bleiben. Irgendjemand braucht immer Hilfe bei der Arbeit, auch unsere kleinen Zimmer bleiben nicht von allein aufgeräumt und schließlich gibt es auch hier im Dorf viele Möglichkeiten Gespräche zu führen, Lagerfeuer zu machen oder eine Partie Billard zu spielen.

Aus Nes Ammim heraus kommen wir nämlich auch ohne Eigeninitiative. Das Study Program , enthält mindestens einmal in der Woche einen interessanten Ausflug – oder zumindestens eine Lecture von einem der vielen Freunde Nes Ammims, zum Beispiel dem Rabbi Or, Yussef – dem Lehrer im arabischen Nachbardorf Mazra’a oder dem Ur-Kibbutznik Avner Shai aus Beit Ha’Emek. Sie reden mit uns über die israelische Gesellschaft, die jüdischen Feste oder auch einfach die hebräische Sprache.

 

Diese Zeilen nur als grobe Zusammenfassung der letzten Wochen! In den nächsten Tagen werde ich mal ein paar detailliertere Beiträge schreiben, bis dahin!

 

Le’hitraot

Simon

 

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